Goslar - Salzgitter holt den Pokal

Die wollen nur spielen – Spiel, Spaß und einige Blessuren beim zweiten Fußballturnier der Ministranten und Ministrantinnen des Bistums Hildesheim am 28. Mai 2011 in Salzgitter-Fredenberg.

 

Zehn Kinder- und acht Jugendmannschaften der Minis des Bistums Hildesheim traten am Sonnabend, 28. Mai 2011 auf dem grünen Platz im Fußballstadion in Salzgitter-Fredenberg an, um zu zeigen, dass nicht nur im Gottesdienst dienen können, sondern auch auf dem Fußballfeld gut zusammenspielen können.
Beide Siegerteams kommen aus dem Dekanat Goslar-Salzgitter
Von 10:30 Uhr bis 17:30 Uhr wurde durchgehend gekickt. Und am Ende standen die Sieger fest: Zweimal Goslar-Salzgitter, das riecht nach einem Heimvorteil. Aber egal, mitmachen war alles an diesem wunderschönen, Gott sei Dank nicht allzu heißen Maitag – genau das richtige Klima für eine Sportveranstaltung! (Schlecht für den Getränkehandel.) 

Gelungene Kooperation

Gastgeberin war die Gemeinde St. Marien in Salzgitter Bad: Aus ihr kam der Wunsch, doch noch einmal ein Nachfolgeturnier zum schönen Diözesanturnier von Oktober 2009 in Hannover  zu ermöglichen. „Die Voraussetzungen in Salzgitter sind hervorragend“ und „wir machen alles für euch“. So die Aussage von Justin Schneider. Schließlich haben sich die Salzgitteraner komplett um das Catering gekümmert. Kuchen wurden in Auftrag gegeben, wie bei jedem ordentlichen Pfarrfest! Der Pfarrer war wohlwollend mit dabei. - Ca. 270 Besucher von der See bis nach Göttingen wurden erwartet und sie kamen auch; darunter die meisten Spieler.
Zunächst hieß es, die Dekanate würden gegeneinander antreten. Als aber die Resonanz zu Beginn noch entmutigend schwach war, wurde das Turnier geöffnet für alle Ministranten, die ein Team aufstellen konnten, egal ob aus einem Dekanat nun die gebotenen zwei oder noch mehr Teams zustande gekommen wären! Faktisch traten aber nur die Hannoveraner mit zwei Kinderteams an. Die anderen teilnehmenden Dekanate waren, wenn nur mit je einer Mannschaft pro Altersstufe vertreten.

Katholisch Fußball spielen? Hier wurde es möglich!

Es war teilweise eine Herausforderung, allen Erwartungen gerecht zu werden, den Profi-Spielern auf der einen, den unbedarften auf der anderen Seite. Die Schiedsrichter/-innen bemühten sich nach Kräften, hier ausgleichend zu wirken. So spielten manche „stollenbeschuhte“ Kleinprofis doch sehr ambitioniert, was zu nicht wenigen unbeabsichtigten Verletzungen führte. Aber dennoch gab es auch Zeichen, dass man nach anderen Regen spielte, als „die Welt sie gibt“:  Als das Unterelber Kinderteam drohte, wegen einiger verletzungsbedingter Ausfälle  auszufallen. Dies wäre bedauerlich gewesen, angesichts der Stunden die sie allein für die Anfahrt aus dem Norden in Kauf genommen hatten. Wurden kurzerhand Spieler aus anderen Mannschaften gesucht, um die Unterelber Kids zu unterstützen. So konnten sie noch alle vorgesehenen Spiele bestreiten.

Lustige Nebenrolle: Der Diözesane „Mini-AK“

Sie bezeichneten sich z.T. als „Gerontologische Abteilung“: Der sogenannte  „Mini-AK“; das sind diejenigen ehrenamtlichen, die diese und andere Großveranstaltungen, aber auch Kurse für Mini-Leiter organisieren. Um auf eine gerade Zahl zu kommen – aber auch, um es allen noch einmal zu beweisen, wagten sie sich auf´s Grüne, und zwar als Spieler und Spielerinnen. Der sportlich ambitionierte Diözesanministrantenseelsorger Timm Keßler hätte sich in manchen Momenten eine besser koordinierte Mannschaft gewünscht: Immerhin belegten sie den siebten Platz –von acht! Einen Pokal hätten wir sowieso nicht bekommen, sagte der Ministrantenreferent Hendrik Becker, „da wir als Betriebsangehörige zählen!“

Blessuren gehören dazu

In diesem Jahr gab es einige heftige Blessuren und Verletzungen. Zweimal musste der Krankenwagen ausrücken, angefordert von den Maltesern. Einmal hieß es für einen Spieler auch: Zur Beobachtung ins Krankenhaus! Aber so etwas gehört dazu, wenn „richtig“ Fußball gespielt wird. Der Ehrgeiz sollte etwas gedämpft werden, zugunsten eines Spiel- und Teamgeistes aller Ministranten. Dies wurde auf jeden Fall erreicht.

Keine Großveranstaltung ohne viele helfende Hände: Unser Dank…
Der Dank gebührt den Salzgitteranern aus St. Marien, insbesondere der Familie Schneider, die sich so rührend um das Catering und die Vermittlung mit der Stadt bemüht haben. Sie und der Mini-AK sorgten für eine persönliche Betreuung und Versorgung der Teilnehmer.
Die DJK, der katholische Sportverband unterstützte beim Spielplan und tippte munter die Ergebnisse zusammen, erstellte Listen und sorgte auch sonst für die Ausstattung mit dem nötigem Equipment.
Die Malteser waren wichtig wie nur irgendwas. Sie hatten kaum eine ruhige Minute.
Dank gilt auch den Begleitern der Spieler aus allen Teilen des Bistums, die schon im Vorfeld die spielinteressierten Minis ausgehoben und motiviert haben, T-Shirts bedruckt haben und trainiert haben.
Dank nicht zuletzt an die gute Betreuung durch die Platzwarte im Stadion Salzgitter-Fredenberg!
 

Spielergebnisse und Tabelle - Kids

Spielergebnisse und Tabelle - Jugend

Weitere Fotos gibt auch der Mini-Facebook Seite