Jugend in Marienrode

Das „Zeichen des Jona“ (Lk. 11, 29)

Junge Erwachsene in Marienrode „besinnen sich auf Jona“ und gründen die Initiative „Jungen Erwachsene in Marienrode“ – ein Wochenende im Advent 2010.

So kalt war es noch nie bei den adventlichen Besinnungswochenenden in Marienrode wie in diesem Jahr! Seit ca. 15 Jahren gab es dies: Das Besinnungswochenende für junge Erwachsene in Marienrode, jährlich veranstaltet von Schwester Debora Decker (OSB) zusammen mit der Jugendpastoral (am Anfang war es die Bezirksstelle Hildesheim) ein Wochenende, seit 2005 immer im Advent.

Jetzt sollen unter der Regie von den TeilnehmerInnen und im guten Kontakt zum Konvent in Marienrode und Schwester Debora selber neue Formen entwickelt werden, wie junge Leute die benediktinische Spiritualität in Marienrode auch weiterhin erleben können: Ora-et-labora-Wochen und weitere Wochenenden wie gehabt…?! Man darf sich überraschen lassen und wer interessiert ist, darf sich auf FACEBOOK mit dieser neuen „communitiy“ verlinken (oder im MInistrantenverteiler bei ministranten@bistum-hildesheim.de).

Advent ist eigentlich eine Zeit des Innehaltens! Aber man glaubt es kaum bei der Hektik jedes Jahr!

Die Überschrift dieses Wochenendes war der Spruch aus dem Cherubinischen Wandersmann: „Halt an, wo laufst du hin? Der Himmel ist in dir!“ Als Folie zu diesem Aufruf wurde das Jonabuch gewählt. Jona - ein Leben mit Gott, vor Gott und gegen Gott, mit Höhen und Tiefen, Enttäuschungen usw.

- Erst wollte er nicht (nämlich den Niniviten das Strafgericht ankündigen), und als Jona dann doch gezwungen wurde, zu predigen,

- dann wollte auf einmal Gott nicht mehr (nämlich das Strafgericht vollstrecken, weil sich die Niniviten reumütig gezeigt hatten).

- Was soll man da noch glauben?

Die Weisheitserzählung endet mit einem schmollenden Propheten unter einem verdorrten Busch und einem belehrenden Gott, der Jona von der göttlichen Barmherzigkeit überzeugen will: Gott geht das Schicksal der Niniviten doch nahe!

Ist der Advent unsere Zeit im Wal? Wir denken darüber nach, wovor wir eigentlich weglaufen.

Der Sonnabend mündete dann in ein „Event“ in der Klosterkirche, bei Minustemperaturen: Die Stationen des Jonabuches wurden illustriert, mit kreativen Einlagen, die die TeilnehmerInnen während des Tages allein oder mit mehreren sich ausgedacht hatten, sei es die Tagesschau, die vom Unwetter berichtete, sei es im Lied „Flipper“, der eigentlich ein freundlicher Wal war und auf Propheten steht, um sie vor dem Ertrinken zu retten.

Wunderkerzen bildeten den stimmungsvollen Abschluss VOR der Kirche, bei noch mehr Minustemperaturen.

Während das Jonabuch offen endet, denn nur Gott redet, so stand zumindest nach diesem Wochenende der Beschluss bei den Teilnehmenden fest, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und die Geschichte der „Jungen Erwachsenen in Marienrode“ weiterzuschreiben. Versuchen will man es. Ich wünsche Gottes Segen und gutes Gelingen!

HENDRIK BECKER

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