Jugendkreuzweg in Bergen-Belsen

„Gott an unwegsamen Orten finden“ – unter diesem Leitwort fanden sich am Freitag, den 13. März 25 Suchende an der Gedenkstätte Bergen-Belsen zusammen. Zusammen mit Jugendreferentin Imogen Stühler und Pfr. Günther Birken von der kath. Gemeinde in Bergen folgten wir Anhand von acht Stationen nicht nur den Spuren Jesu, sondern vollzogen vor dem inneren Auge auch den Weg der ehemaligen Lagerinsassen während ihrer Gefangenschaft nach.

Vom Desinfektionsgebäude über das Lebensmitteldepot, vorbei an den Massengräbern und dem Gedenkstein von Anne Frank wand sich unser Weg über das Gelände bis hin zum großen Holzkreuz – Symbol des Leidens Christi und das Zeichen unserer Hoffnung. An jeder Station hörten wir aus der Passion Christi. Wir hörten aber auch vom Leben im Lager und lauschten Tagebucheinträgen von Lagerinsassen. Jede Station beschlossen wir mit einem Gebet. Auf dem Weg begleitete uns immer der Gesang aus Taizé: „Bleibet hier und wachtet mit mir. Wachet und betet.“ Als sich langsam der Abend über unseren Weg senkte und wir zurück zum Ausgang liefen, verbreiteten die Laternen, die wir mitgenommen hatten, ihr helles Licht und es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre.

Auf dem Parkplatz wurde noch ein gemeinsames Vater Unser gebetet. Dann gab es heißen Tee zum aufwärmen und Kekse. Für eine Viertelstunde machten wir es uns noch gemütlich, dann fuhr jeder wieder seiner Wege.